Pelham

Pelham

Ein Pelham stellt in gewisser Weise eine Verschmelzung von Kandare und Unterlegtrense dar. Je nach Wahl des Mundstücks verteilt sich der Druck nebst Zunge und Laden auf Unterkiefer (durch die verwendete Kinnkette) und das Genick des Pferdes (durch die Hebelwirkung).

Wahlweise kann ein Pelham mit einem oder zwei Zügeln sowie mit und ohne Pelhamriemchen genutzt werden. Zahlreiche Verschnallmöglichkeiten:

  1. Ist der Zügel im Trensenring verschnallt, wirkt das Pelham mehr oder weniger nur auf Zug auf Zunge und unteren Laden plus eine geringe Hebelwirkung.
  2. Ist der Zügel am Ring des Unterzugs verschnallt, wird mehr Druck auf das Genick ausgeübt, da der Hebelweg größer ist. Sinnvoll bei Pferden, die dazu neigen den Kopf hochzureißen, da sie nun versuchen dem Druck zu entweichen und den Kopf senken.
  3. Ist ein Zügel im Trensenring und ein Zügel am Ring des Unterbaums verschnallt, wird der Druck auf alle Druckpunkte gleichmäßig verteilt und man hat zusätzlich die Möglichkeit individuell und kurzfristig mehr Druck auf das Genick ausüben, indem man nur den unteren Zügel vermehrt nutzt.
  4. Nutzt man Pelhamriemchen, ist das Zügelmanagement einfacher und der Druck wird automatisch verteilt. Der Verbindungsriemen wird im oberen und unteren Gebissring verschnallt, woran ein Zügelpaar befestigt.

Gebisse mit ähnlicher Wirkung aus der gleichen Familien: Springkandaren